Businesstaschen

Seriös und sachlich müssen Businesstaschen sein. Edel dürfen sie sein. Man sollte als mittlerer Angestellter jedoch darauf achten, niemals edlere und teurere Businesstaschen zu tragen als der Chef oder die Vorstandsvorsitzende. Allzu „casual“ sollten Businesstasche nie ausfallen. Frauen lässt man eine schlichte Gucci-Tasche durchgehen, weil Aktentaschen nicht halb so gut kleiden. Der optische Eindruck kann im Geschäftsleben darüber entscheiden, ob man einen lukrativen Vertrag unterzeichnet oder nicht. Doch es gibt vielfach unausgesprochene Dresscodes und Unternehmens-Vorschriften, die letzten Endes auch über die Businesstaschen entscheiden können, die angebracht sind. Als Mitarbeiterin einer Werbeagentur darf man eine pfiffigere Businesstasche mit sich führen als bei einer Bank oder einem international operierenden Großunternehmen. Den Herren bleibt in solchen Berufen meist nur die sachliche Aktentasche, die auch Politiker mit sich herumschleppen. Sie kann mit Akten und Leitz-Ordnern bestückt werden. Die Aktentasche enthält heutzutage fast immer ein mobiles Büro in Form von Laptops und Smartphones. Der erfolgreiche Geschäftsmann arbeitet selbstverständlich auch unterwegs. Vor allem Geschäftsreisende investieren in Businesstaschen, die ihrem Ordnungsanspruch und Platzvolumen genügen.

Ohne Notebook und Tablet-PC geht heutzutage gar nichts

Die Notebooktasche innerhalb von Businesstaschen ist heute obligatorisch. Mancher Geschäftsmann muss so viele Akten mitnehmen, dass er einen Koffer-Trolley mit Rädern und Ausziehgriffen für seine Dienstreisen benötigt. Der Business-Trolley ersetzt bei vielen Geschäftsleuten den Reisekoffer früherer Tage. Häufig wird er genutzt, um Messe-Broschüren, Konstruktionszeichnungen oder umfangreiche juristische Werke zu transportieren. Neben dem voluminösen Business-Trolley gibt es auch noch spezialisierte Businesstaschen. Dazu gehören:

  • die konventionelle Aktentasche
  • dünne Dokumentenmappen
  • Dokumententaschen mit diversen Fächern
  • Diplomatenkoffer mit Sicherheitsschloss
  • Laptop-Hüllen mit Innenpolsterung für den Reisekoffer
  • Umhängetaschen mit gepolstertem Laptopfach
  • oder Business-Reisetaschen mit integriertem Laptopfach.

Biederes Schwarz ist bei modernen Businesstaschen nicht mehr die Norm. Schwarze Businesstaschen gelten meist in Bank- und Finanzberufen oder in der oberen Management-Etage als klassische Vertreter ihrer Zunft. Schwarz hat das Image, besonders seriös zu wirken. Demnach verwendet man schwarze Businesstaschen bevorzugt in entsprechenden Berufsfeldern. In anderen Berufsfeldern darf man auch braune Ledertaschen im Antiklook mit sich führen, ohne schräg angesehen zu werden. Der klassische Bürobegleiter hat durch eine trickreich konstruierte Bodenfalte Kapazitäten, sein Volumen nach Bedarf zu erweitern. Leer sieht eine Business-Aktenmappe schmal aus. Befüllt kann sie meist deutlich an Volumen zunehmen. Businesstaschen wirken wie gut organisierte Büros. Man findet auf Anhieb den Füller, die Visitenkarte, das Smartphone oder die Geschäftsunterlagen. Diese können rutschsicher in entsprechenden Fächern einsortiert und gegebenenfalls durch Spanngummis, Reißverschlüsse oder Magnetverschlüsse gesichert werden. Im Gegensatz zu manchem Rucksack und vielen Damenhandtaschen präsentieren Businesstaschen sich als aufgeräumt, organisiert und übersichtlich.

Damenmodelle dürfen auffallen – aber nicht zu sehr

Eine Damenhandtasche qualifiziert sich als nützliche Businesstasche, wenn sie von außen modisch-schlicht wirkt. Im Innenleben sollte sie aber hochfunktionell sein. Keine Geschäftsfrau kann es sich leisten, dass ihre Lippenstifte und der Kosmetikspiegel aus der Businesstasche purzeln, während die Taschen-Eignerin nach einer Visitenkarte sucht. Ausstattungen mit

  • zwei Hauptfächern
  • einem Reißverschluss-Mittelfach
  • Steckfächern mit Reißverschluss
  • owie Spezial-Steckfächern für Kugelschreiber, Firmen-Kreditkarten, Smartphone, Visitenkarten oder Broschüren

machen die Standard-Ausstattung einer Businesstasche für Damen aus. Die Optik solcher Businesstaschen sollte in vielen Berufsfeldern seriös und neutral sein. Es gibt aber auch Berufsfelder, wo man mit modischer Finesse und ausgefallenen Businesstaschen auftrumpfen darf. In Kreativberufen, in Modeberufen, der Kosmetikbranche, als PR-Beraterin oder Journalistin gibt man sich stilsicher und modebewusst. Damen-Businesstaschen wirken meist eleganter als Herrenmodelle. Die Businesstaschen der Damen dürfen sowohl Tragegriffe als auch einen Schultergurt aufweisen. Die der Herren begnügen sich meistens mit Tragegriffen. Es wäre bei einer Businesstasche für Herren aber kein Affront, wenn diese Ledergurte aufweist, um über der Schulter getragen zu werden. Ob Businesstaschen abschließbar sein müssen oder nicht, ist eine Frage der Prioritäten. Frauen legen Wert auf gepolsterte Tragegriffe und abnehmbare Schultergurte. Wichtig ist ihnen aber auch eine hohe Strapazierfähigkeit.

Erfolgreiche Frauen – und solche, die die Karriereeiter aufsteigen möchten – kaufen niemals eine minderwertige Aktentasche. Sie investieren in klassisches Design und hochwertige Materialien, die lange ansehnlich bleiben. Der optische Eindruck, den Geschäftsleute voneinander gewinnen, hat großen Einfluss auf das zukünftige Geschäftsverhältnis. Man tastet die Frisur, das Make-up, den Business-Dress und die mitgebrachten Businesstaschen auf ihre Qualität, ihre Gepflegtheit und den Eindruck von Seriosität ab. Eine abgeschabte Ledertasche mit fleckiger Patina geht in den meisten Kontexten gar nicht. Hingegen erweisen sich Businesstaschen mit „Smart Sleeve“ dank ihrer Kompatibilität mit dem Koffer als ideal, wenn man häufig Geschäftsreisen unternimmt.

Der Mann von Welt trägt Schwarz

Ausgebeulte Businesstaschen mit abgestoßenen Kanten und defektem Schloss hinterlassen keinen guten Eindruck bei einem Geschäftspartner. Zu einem schwarzen, dunkelgrauen oder dunkelblauen Geschäftsanzug trägt der Mann von Welt außerdem niemals eine auffällige Businesstasche. Schwarz ist die Standardfarbe derer, die Seriosität ausstrahlen möchten. Manche Businesstaschen machen schon durch ihr Volumen deutlich, dass man es hier mit gewichtigen Geschäftsleuten zu tun hat. Geschäftsreisende schätzen es, wenn die mit Akten gefüllte Aktentasche auf dem Koffer zu befestigen ist. Ins Büro darf der Mann aber durchaus auch mit einer eleganten „Messenger Bag“ gehen – vorausgesetzt, sie verströmt genau dem Hauch von Seriosität, den der Dresscode vorschreibt. Allzu lässig sollte man mit Businesstaschen aber nie wirken. Lässige Looks – auch als Casual Look bezeichnet – sind bestenfalls in Kreativberufen statthaft. Eingebaute Notebookhüllen, die entnehmbar sind, erleichtern das Arbeiten während des Fluges. Idealerweise sind solche Fächer gepolstert und durch Reißverschlüsse gesichert.

Daneben ist bei gut ausgestatteten Businesstaschen auch ein Smartphone-Steckfach sowie ein gepolstertes Tablet-Fach zu finden. Männer mögen geräumige und funktionelle Businesstaschen von Qualitäts-Herstellen wie Samsonite, Travelite oder Wenger. Andere schätzen elegante Modelle von angesgaten Marken wie Hugo Boss, Bugatti, Tommy Hilfiger, Bruno Banani oder Calvin Klein. Es kommt dabei auch ein bisschen auf das Alter des Geschäftsmannes an. Viele Geschäftsmännen möchten nicht durch ein bestimmtes Label auf ihren Businesstaschen ein Statement über ihre Person abgeben. Jeder Hersteller besitzt seine eigenen Qualitäten. Die meisten führen mehrere Businesstaschen im Sortiment, weil die räumlichen oder optischen Kundenansprüche unterschiedlich sein können. Fakt ist: Mit eine Vintage-, Eastpak- oder Retro-Aktentasche in der falschen Farbe eckt man oft an, auch wenn niemand etwas sagt. Gut organisierte, sinnvoll bestückte und gepflegte Businesstaschen kann man im Konferenzraum bedenkenlos öffnen.